17. Spieltag - Spielbericht
Das Handicap des VfB war wie in der letzten Woche auf der Center-Position auszumachen: Felix Rotaru fehlte erkrankt, während sein Bruder Sebastian weiterhin wegen seiner Schulter ausfällt. Zudem war David Henke eigentlich so angeschlagen, dass er hätte pausieren müssen, doch für die Mannschaft biss er auf die Zähne und quälte sich immerhin zu zehn Minuten Einsatzzeit. Einziger voll einsatzfähiger »Fünfer« war somit Oliver Biallas, der jedoch früh in Foulprobleme geriet und sich entsprechend nicht voll entfalten konnte.
Das Ende dies Lieds: Schwenningen konnte sich unter den Brettern oftmals nach Wunsch austoben. So gewährten die Panthers ihrem Gastgeber insgesamt gerade einmal 19 Rebounds, darunter nur elf defensive. Die zahlreichen zweiten Chancen – sofern nicht gleich der erste Versuch saß – verwandelte der Favorit eiskalt. 32 Nahdistanztreffer bei 40 Versuchen bedeuteten starke 80 Prozent Trefferquote, hinzu kamen sehr gute 30 Freiwurftreffer bei 35 Versuchen (86 Prozent). Da genügte dem effektiven und größenüberlegenen Gast sogar eine Sechser-Rotation, um den VfB, der außerdem auf Zeljko Pavlovic verzichten musste, stückweise müde zu spielen.
Die Pointers hatten zwar immer wieder gute Phasen, und bis zum 33:34 (14.) war das Spiel offen. Aber immer wieder leistete sich Gießen Unkonzentriertheiten und Individualbasketball, was Schwenningen die entscheidenden Läufe ermöglichte. »Das war eine Frage der Defense. Die ist Teamsache, und zwei gute Viertel reichen da nicht«, analysierte VfB-Trainer Jan Villwock.
VfB Gießen Pointers: Volkert (15/2), Kraushaar, Gansel (2), Fuller (19), Göttker (2), Kragulj (11), Schneider (9/1), Biallas (8), Henke (6), Lev Ron (14).
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Fotos: Sven Kuczera